Helsana der Abzocke bezichtigt?

Der für seine angriffigen Seiten bekannt Blog Beluga59.org meint die Helsana (HSK) gehöre zu den Abzockern, was die Mahngebühren und das Verhalten bei einem Inkasso ab der zweiten Mahnung angeht.

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Wir meinen: 40 Franken für die 1. Mahnung, bereits 60 Franken zusätzlich bei der 2. ist ein happiger Preis, den wohl vor allem finanziell schwach gestellte Bürger treffen. Der Schluss-Post via Twitter “Das BAG hat diese Kosten bewilligt” hinterlässt aber ein grosses ?. Zumal andere Versicherer 5 bis 25 Franken als “deckende Kosten”, betrachten. Dies würde Anzeigen, dass die Helsana einen riesigen, sehr teuren Verwaltungsapparat sein eigen nennt, und andere Versicherer hier wesentlich produktiver Arbeiten. Dies würde aber dem Ziel der Helsana bzw. der HSK nicht entsprechen (lesen Sie unter informativ) ausser das Ziel einer gesunden “Tarifpolitik” bedeute hier, mehr Gewinn für die Aktionäre der Versicherer und nicht tiefere Krankenkassenprämien. Die Krankenkassen-Grundversicherung  sollte ja eine solidarische Versicherung sein.

Noch fraglicher aber das BAG (Bundesamt für Gesundheit) , dass solche Kosten für OK findet.  100 Franken für 2 Schreiben die eine Software erstellt ist schon arg.  K-Tipp berechnete vor einiger Zeit die Kosten einer solchen Mahnung inkl. aller Aufwendungen (Maschinen/Software/Lohnkosten) und betitelte diese mit 1.10 bis 1.15 inkl. Porto bzw. plus 5.-  bei eingeschriebener 2, Mahnung.

Das Grundversicherung und Zusatzversicherungen bereits bei der 2. Mahnung getrennt an ein Inkasso (eigene Interne Abteilung) übergeben wird und sich die Mahnkosten so verdoppeln, finden wir hingegen verwerflich. Es ist vom Gesetz so gewollt, das die Grundversicherung separat Eingetrieben wird.  Wir verstehen dies aber bei einer wirklichen Betreibung. Dies aber bereits bei der 2. Mahnung zu vollziehen  wie dies die Helsana tut, darf man schon hinterfragen.

Alles in Allem: Rechtlich abgesegnete Kosten, die bei der Helsana, laut eigenen Angaben, nur die Vollkosten einer Mahnung decken.  In den AGB werden diese erwähnt, jedoch nicht deren Höhe. (Stand 7/2015)

Informativ:

HSK = EINKAUFSGEMEINSCHAFT HELSANA, SANITAS UND KPT

Die hier erwähnten Kosten fallen nur bei Kunden der Helsana an.

Obige Versicherer der HSK haben sich zum Ziel gesetzt: (Quelle hsk.ch)

Die drei Krankenversicherer kaufen seit 2011 ambulante Gesundheitsleistungen sowie stationäre Spitalleistungen ein. Die Einkaufsgemeinschaft HSK ist überzeugt durch ihr Vorgehen den Wettbewerb zu fördern sowie die Effizienz und Qualität in der Leistungserbringung zu steigern.

Sie kämpft auf kantonaler Ebene (Beispiel Neuenburg) für besser bzw. übersichtlicher Preis im

medizinischen (Arzt, Spital etc.), paramedizinischen (Physiotherapie etc.) Umfeld.

Ebenso findet man die HSK im Preiskampf bei den Pflegeleistungen. 2015 kündigte die HSK auch die Verträge mit der ChiroSuisse (Chiropraktoren) auf Ende Jahr und macht das Leben der neuen Präsidentin Priska Haueter so wohl nicht leichter.

Mit der Physiotherapie verhandelt die HSK unter anderem eigene Verträge aus, die unter dem kantonalen Tarif liegen. Hier arbeitet sie mit oder gegen (***)  die Verbände ASPI und pyhsioswiss.

*** je nach Sichtweise.

Man erkennt die Gruppe am eigenen Logo

hsk

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