Basel – Das Müllproblem wird nicht besser

Wer die BAZ in den letzten Tagen liest, könnte meinen, in Basel sei das Müllproblem eines der grössten ungelösten Probleme überhaupt. Kaum ein Artikel lässt die Kommentare von „betroffenen Personen“ so in die Höhe schnellen. Schnell sind die Schreiber dann bereit den „Zugezogenen“ oder generell den sozial Schwachen die Schuld zu geben.

Dass dem nicht so ist, kann jede(r) selber feststellen, wenn er den gewillt ist eine solche „Mülldeponie“ eine Zeit lang zu beobachten. Als kleines Beispiel an der Birs entlang und hier besonders um die Glas-Sammelstelle beim kleinen Brüggli auf der Höhe Birsstrasse 90 hinüber nach Birsfelden zum Birsstegweg.

Hier finden Sie gleich 4 viel benutzte Müllhalden, die, wenn die fleissigen Hände nicht wären, als freie & gratis Mülldeponie zu betiteln wären. Bis zu 3 Mal am Tag, werden hier von den Gemeinden wahre Müllberge abgetragen. Vom Hausmüll bis hin zur Stehlampe, vom Aquarium bis hin zu abgefahrenen Pneus. Alles findet sich hier wieder.  Wer beobachtet stellt fest, oft sind es die selben Personen die mehrmals wöchentlich hier ihren Müll entsorgen. Oft kommen Sie in der Nacht mit Ihren Autos und die meisten haben CH-Schilder.

BirsSteg

Alles wäre dazu noch halb so schlimm, wen da nicht bis zu 150 Raben den Müll täglich inspizieren würden, und diesen hübsch zerlegt, verteilen. Am liebsten in den Gärten der Anwohner und auf den Dächern oder Balkonen.

Wie dies dann aussieht zeigen die folgenden Fotos:

OLYMPUS DIGITAL CAMERABirs_Müll_3Birs_Müll_4Birs_Müll_5Birs_Müll_6

 

Leicht nun zu sagen, dies seien die Besucher der Birs und natürlich die Jungen und die Ausländer.

Weit gefehlt, hier entsorgen sich einfach alle, vom Banker bis hin zur Oma und von jeglicher Nationalität. Einige täglich, andere nur einmal wöchentlich.  Hier wird entsorgt von 0:01 Uhr bis 23:59 Uhr.  An der Birs haben die Bewohner das Glück, dass hier täglich aufgeräumt wird. Dies auf Seiten Birsfelden und Basel. Was aber, wenn auch hier mal einige Wochen einfach alles liegen bleibt?

Wer den Mut hat die „Entsorger“ auf ihr Fehlverhalten hin zu weisen, wird sein „verbales“ Wunder erleben. Ich selbst erlaubte mir mal einen jungen Mann darauf hinzuweisen, dass er doch seinen Abfall lieber in den Kübel, statt darauf legen solle, da der Wind das ganze nun in Kürze verteile. Nach einer „he was gaht dich das a, alte“ wurde dann schnell „wetsch no laufe chöne morn, du arsch“ .

Wer das ganze Filmt oder Fotografiert, bringt das Material nicht los, da es niemand haben will. Wer es veröffentlicht, wird grosse Probleme erhalten. Es ist heute so, dass der, der sich „fehlerhaft“ verhält, besser geschützt ist, als die, sie sich an die Regeln halten.

Warum das so ist? Wenn sie gezielt einen „freien Entsorger“ anzeigen wollen, benötigen Sie Beweise.  Es ist Ihnen aber nicht erlaubt, die betreffende Person zu Filmen.  Bringen Sie dennoch einen Film mit zur Anzeige, ist dieser nicht als Beweis zugelassen.  Auch Fotos sind nichtig, wenn es darum geht eine Person „anzuschwärzen“. Eigentlich ja auch richtig, wir brauchen keine „Kopfgeldjäger“, aber es zeigt auch,  wie Hilflos man als Bürger ist, wenn man der Sache „Müll-Problem“ entgegentreten will. Die Müllpolizei wie in Basel nun eingeführt, wird es da schwer haben und Bussen zwischen 40 und 200 Franken, mögen wohl abschreckend klingen aber für die wirklich sozial schwachen Personen, ist dies keine Strafe, lediglich ein Zahlungsbefehl mehr.

Informativ:

BAZ-Berichte und Kommentare >>>

 

 

 

 

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