Basler Tierheim kein Geld für zu grosse Träume

Es war zu erwarten, die hohen Kosten von 11 Millionen können nicht mit den Spenden beglichen werden. Da man sich mit dem Neubau nicht in Schulden stürzen will, verzichtet der Tierschutz beider Basel nun auf eine Etage des Neubaus.

Dies bedeutet weniger Platz für Hunde, Katzen und Nager. Béatrice Kirn, Geschäftsleiterin des Tierschutzes beider Basel (TbB) bedauert dies sehr, hofft aber, eventuell noch auf ein kleines Wunder.

Für sie ist es unbegreiflich, dass für ein Affenhaus 35 Millionen zusammenkommen und für die vielen Tier in den beiden Kantonen, keine 11 Millionen gesammelt werden konnten.

Sie greift auch die immer mehr in Mode kommende Seuche, Hunde aus dem Ausland mitzubringen, oder gar Organisationen die sich für den Import von kranken oder misshandelten Hunden aus anderen Ländern einsetzten, an.

Hier werde den (meistens) Hunden nicht geholfen, sondern vielmehr enden gerade solche Hunde wieder bei ihnen im Tierheim und sind, da nicht sozialisiert, sehr schwer zu vermitteln und somit auch sehr teuer. Sie verzichtet auf namentliche Nennung.

Gerade in Basel machen solche Organisationen, die sich dann   Tierhilfe xxf  oder wie auch immer nennen, von sich reden. Man ist IN, wenn man etwas für Tiere im Ausland tut, obwohl man mit dem Spendengeld nur weitere Kosten im eigenen Land und auch sehr viel Not verursacht.

Auch wenn wir den Neubau als etwas „pompös“ anschauen, können wir die Verzweiflung von Béatrice Kirn verstehen.  Da stimmen die Schweizer wohl über das neue Tierschutz- und Tierhaltergesetzt ab, in der Meinung „ja stimmen und so etwas für die Tiere zu tun“, aber wenn das Ganze dann  Kosten verursacht —- Fehlanzeige —.

Wohl sind die gesammelten 6 Millionen ein beachtlicher Ertrag. Andere Organisationen wären stolz sie würden auch nur einen 10 davon erhalten (siehe Winterthur etc.), dennoch war das Projekt „Kompetenzzentrum für Mensch und Tier“ für über 11 Millionen doch etwas hoch gesteckt. Fehlen werden aber nun auch die wohl schon budgetierten Einnahmen in den Ferienwochen mit Gasttieren, denn mit den nun nur noch 40 Hundezimmer (statt 60), kann man dieses Angebot nicht im geplanten Umfang anbieten. Wenn die Manie, mit dem Import von ausländischen Tieren weiter geht, werden die Zimmer auch bald mit Auslandshunden (mit Spendengeldern importiert) der vielen Möchtegern-Tierschützern besetzt sein. Eigentlich müsste man diese Organisationen verpflichten, für die Folgekosten aufzukommen, die ein solcher Vierbeiner nach dem oft auch illegalen Import, verursacht. Aber „Tierschutz“ lässt sich gut vermarkten.

Eine Tendenz die hoffentlich mit der Einsicht der Hundehalter oder Menschen die gerne einen Hund aufnehmen möchten, wieder sinken möge. Es gibt so viele Hunde und Katzen in unseren Heimen, die genau so gerne einen neuen Platz finden würden. Alleine in den letzten Tagen musste aber nur schon der Tierschutz beider Basel 3 Hunde aus Italien und Rumänin aufnehmen, da die Halter überfordert waren. Auch die Tendenz von sozialen Stellen, ihren Schützlingen das Halten von einem Hund oder Katze anzupreisen um Verantwortung zu erlernen, mag wohl in wenigen Fällen etwas bewirken, die meisten Tiere sehen aber nach kurzer Zeit wieder die Gitter, leider von innen.

Ob es die ambitionierte Frau Kirn doch noch schafft, die fehlenden Franken zusammen zu bringen, wissen wir nicht. Aber wir würden es ihr gönnen.

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