René Zeyer Geschichten um die CH-Banken

Bank, Banker, Bankrott der Titel des Buches von René Zeyer. Er, selbst in dieser Bankenwelt zuhause, schreibt in mehreren Episoden, mit sehr viel Ironie und derweil mit wüstem Sarkasmus über die Geschichte der Banken und Abzockern, wobei er die letztern mit den ersten in Verbindung bringt bzw. gleich setzt.

Zu lesen ist es eben wie eine lustige Geschichte in mehreren Kapiteln, nicht unbedingt zusammenhängend, mehr einfach mal so ein Thema anschneidend. Zeyer, selber Berater diverser Banken, schießt so gegen sein alten Geldgeber, aus der Sicht eines Wissenden. Hier muss man aber auch festhalten, dass, nach seinen Aussagen, nichts erfunden ist und alles sich so, wie geschrieben, abgespielt hat.

Recht tief aber, schlägt er  im Interview bei n-tv vom 27. März 2009. Hier wirft er dann alle Schweizer Banken in den gleichen Sack, nämlich in einen Wulst von Gaunern und Verbrechern, und dies einzig der Vorwürfe gegenüber der UBS wegen, die von der USA nur knapp einer eben solchen Anzeige und Verurteilung entgangen ist.

Weitere Infos zu UBS-USA  (1) (2) (3)

Er vergisst dabei zu erwähnen, das deutsche Banken des gleichen „Verbrechens“ angeklagt sind.  Schreibt auch generell, das Banken ein Ziel verfolgen, den reichen und den reicheren Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Es ist in der jetzigen Zeit ein leichtes gegen die Banken vor allem aus der Schweiz zu urteilen, mit Peer Steinbrück im Rücken, täglich im Rummel der Presse, kann man dann auch die beide zusammen in einen Sack werfen. In einen Sack derer, die gerne über alle Opfer hinweg, die Selbstdarstellung anstreben. Während bei Steinbrück noch etwas Verständnis vorhanden ist, wer in der Politik so versagt muss sich ja anders profilieren um nicht abzusacken, kann man sich fragen wo das Ziel des Buches von René Zeyer liegt.

Der Erfolg seines Buches  (5. Auflage), müssen wir aber beachten und auch ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen um dann einige Kapitel nochmals in ruhe durchzulesen. Mit dem Wissen, dass diese „Geschichten“ der Wahrheit entsprechen, kann einem doch ganz übel werden. Die Gedanken die danach bleiben, hinterfragen nicht nur das Bankenwesen, sondern wirklich die angesprochenen Worte „wo liegt der Unterschied zwischen einem Gauner und Betrüger zur UBS, oder generell zu den Weltbanken.“ Ich kann es nach dem Lesen auch nicht mehr beantworten.

Die Schweizer- Banken als Gauner und Verbrecher hinzustellen, kann aber auch kein Ziel sein, vor allem dann nicht, wenn man nur die Schweizer-Banken als Angriffsziel nimmt.  Hier müsste man andere Institute anzeigen oder zumindest erwähnen.

Nun mit 54 kann Herr Zeyer auch von vielen Informationen profitieren. Eines kann man dem ehemaligen Redaktor, Banken-Berater etc. nicht nachsagen, das er nicht aus Erfahrung berichtet. Und, um in diesem Umfeld an Information zu kommen, muss man sich auch in der selben Gesellschaft aufhalten.

Das Buch ist aber lesenswert, nimmt man beim Lesen auch noch die Aussage von René Zeyer mit, dass sich dies auch alles zugetragen hat, dann kann man sich nur noch fragen, wie dumm sind wir, wir die da sparen, Einlagen in die Pensionskasse stecken und glauben wir seien mitwirkende gewesen, am Finanz – Wunder der letzten Jahre.  Zeyers Beispiel des armen Hausbesitzers und wie man aus dem kleinen, fast zerfallenden Häuschen, in den USA Geld macht, ist Beispiellos und zeigt, auf welchem Sand das ganze verherrlichte Bankensystem gebaut ist.

Fazit: Das Buch sollte man kaufen, oder lesen, die Äusserungen des Herrn Zeyer beim Interview verurteilen wir, oder finden diese recht krass, um die Worte meines Sohnes zu benutzen.

Ganz viel Infos zu diesem Thema und auch René Zeyer finden sie hier

Dieser Beitrag wurde am 16.4.2009, nach dem Einwand von Herrn René Zeyer, leicht angepasst.

2 Gedanken zu “René Zeyer Geschichten um die CH-Banken

  1. Nun ja, wenn man schon kritikastern will, sollte doch gelegentlich mal ein Fakt stimmen. Mein Buch ist kein Taschenbuch, dass es teilweise mit Rabatt angeboten wird, hat mit dem Ende der Preisbindung für Bücher zu tun, ich bin erst 53 Jahre alt, mein Verlag hat mir keinesfalls eine Website spendiert, sondern ich mir selbst, da unternehmerisch tätig, im Interview auf ntv bezog ich mich ausdrücklich auf das Beispiel des kriminellen Handelns der UBS, dass mein Nicht-Taschenbuch inzwischen bereits in der 5. Auflage publiziert wird und auf der «Spiegel»Bestsellerliste auf Platz 14 steht, wirkt wohl gegen schnelles Vergessen. Also, lieber Anonymus, man muss schon was können (die deutsche Orthographie gehört auch nicht zu Ihren Kernkompetenzen, nebenbei), bevor man austeilen kann.

    • Nach dem Einwand von Herrn Zeyer und einem informativen Email, haben wir einige Passagen geändert. Auch haben wir in der Zwischenzeit, das Buch gekauft und ganz gelesen, ja sogar mehrmals. Es ist mehr als Empfehlenswert. Es zeigt, aus wahren Begebenheiten, wie verfilzt unserer Banken/Politik und Wirtschaftssystem ist. Wir bedanken uns hier bei Herrn René Zeyer.

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